Begleitprogramm 2018

Kunsthalle Graz

Autopropaganda oder Kapital ist ein schlechter Vermittler

studio ASYNCHROME, gegründet im Jahr 2013 von Marleen Leitner und Michael Schitnig, bezeichnet sich als „transdisziplinäres Experiment“. In den auf Recherche basierenden Arbeiten verhandelt das Künstlerduo stetig gesellschaftsrelevante Themen, die unter Einsatz von Fotografie, Zeichnung, Malerei, Installation und Animation umgesetzt werden. Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung ist die Behauptung, die Utopie sei keine Wunschvorstellung, sondern vielmehr Werkzeug, die Welt anders zu denken und zu verändern. In Autopropaganda oder Kapital ist ein schlechter Vermittler beschäftigt sich das Duo mit den Folgen der Industrialisierung in den westlichen Gesellschaften seit Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit einhergehenden Neoliberalisierung. Mittels eines für den Raum entwickelten Dispositivs werden historische, gegenwärtige und zukünftig zu erwartende Ereignisse überlagert. Einer enzyklopädischen Abhandlung hinsichtlich Ursachen und Folgen wirtschaftlicher Entwicklung entgegnet studio ASYNCHROME mit Darstellungen in Zeichnung und Text in einer Form, nach der der jeweilige Standpunkt der Betrachter*innen eine Vielzahl individueller Narrative eröffnet.

21.9.–13.10.

Kunsthalle Graz
Conrad von Hötzendorf Straße 42a
8010 Graz
www.kunsthallegraz.at

Di–Fr 16:00–19:00,
Sa 11:00–15:00

Eintritt frei

Eröffnung: 21.9., 18:00

Kuratiert von Arnold Reinisch, Jani W. Schwob, Wenzel Mraček
Mit studio ASYNCHROME

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