we are here!

3 Versuche

G
Bildende Kunst / Ausstellung / Architektur / Jubiläum
O
Graz
 

Technik, die sich in die Natur einfügt, eine soziale Oase und ein Stadtmuseum als Wiederaufbaumotor: Drei Kollektive denken die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt neu.

we are here! (Foto: Breathe Earth Collective)

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Prometheus Unbound

trigon 67/17

Auf ins Ungewisse & Graz Architektur

23/09 – 22/10

Haus der Architektur

Di – So 10.00 – 18.00

Eintritt frei

 

Eröffnung Sa 23/09, 15.00

 

Mit Breathe Earth Collective (Karlheinz Boiger (AT), Lisa Maria Enzenhofer (AT), Andreas Goritschnig (AT), Markus Jeschaunig (AT), Bernhard König (DE)), Isola Art Center (LU/IT), Sarajevo Now the People’s Museum (Urban-Think Tank (CH/VE/US/BA) & Baier Bischofberger (CH) mit Haris Piplas (BA), ETH Zürich) u. a.
Kuratiert von Claudia Gerhäusser (DE), Markus Bogensberger (AT)


Vor 50 Jahren stellte sich die Dreiländerbiennale „trigon“ unter dem Titel „ambiente / environment“ die Frage nach der Wahrnehmung von Raum und erweiterte die etablierte Beziehung zwischen Objekt und Umwelt um den Faktor Architektur. Anlässlich des Jubiläumsjahres knüpft das Haus der Architektur hier an und untersucht die Rolle von Architektur als Katalysator der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Die Ausstellung „we are here! 3 Versuche“ stellt drei Kollektive vor, die andersartige Modelle dieser Beziehung entwerfen. Was passiert, wenn wir keine Luft mehr zum Atmen bekommen? Oder wenn wir in einer hyperkapitalisierten Nachbarschaft keinen Platz mehr finden? Was ist möglich, wenn ein Ausnahmezustand die Regel wird?

Das Breathe Earth Collective entwirft Architekturen, die durch Technik die Beziehung zwischen Mensch und Luft nachhaltiger gestalten: vom Wald, dessen Frischluftproduktion durch Ventilatoren verstärkt wird, bis hin zu urbanen Luftmaschinen, die wie Bäume aussehen. In Mailand schafft das Isola Art Center als Kollektiv eine soziale Oase, die sich hartnäckig in einer unwirtlichen Umgebung behauptet. Und das Sarajevo Now the People’s Museum und Urban-Think Tank zeigen das stadthistorische Museum als kollektiven Motor des kulturellen Wiederaufbaus einer durch Krieg zerstörten urbanen Umwelt.

Auch 50 Jahre nach „ambiente / environment“ sind die Beziehungen zu unserer Umwelt und die Strategien zur Gestaltung dieses organischen Verhältnisses vielfältig. Die drei exemplarischen Projekte aus dem ehemaligen trigon-Raum etablieren neue Metabolismen, in denen die Architektur filtert, steuert und ermöglicht.

Koproduktion steirischer herbst, Haus der Architektur